Provokative Techniken für NLP'ler

mit Klaus Grochowiak

Steve DeShazer unterteilt Klienten in drei Klassen: Besucher, Klagende und Kunden. Besucher sind Menschen, die nicht von sich aus ins Coaching oder die Therapie kommen, sondern von anderen „überredet” worden sind, von ihrem Chef, ihrer Ehefrau oder einem Arzt. Klagende sind Menschen, die ein Problem haben und auch wissen, dass sie ein Problem haben, aber noch nicht wirklich bereit sind, daran zu arbeiten. Kunden sind Menschen, die ein Problem haben, wissen, dass sie eins haben und bereit sind, alles Nötige zu tun, damit es aufhört.

NLP als sehr stark interventionsorientierte Methode eignet sich besonders für Kunden; hingegen gibt es im NLP keine Vorgehensweise für Klagende. Da diese Gruppe aber gar nicht selten ist, sollte man kommunikative Strategien für diesen Kliententyp parat haben.

Die Provokative Therapie, wie sie von Frank Farrelly entwickelt wurde, ist sicherlich eine der wirkungsvollsten Strategien für diesen Menschentyp. Darüber hinaus eignen sich provokative Strategien für Trainer, die damit Teilnehmer unterstützen möchten, aus ihrem „Jammer-Modus” herauszukommen. Nicht zuletzt eignen sich provokative Strategien dazu, in der alltäglichen Kommunikation mit Kollegen, Freunden oder Familienangehörigen nervige Kommunikationsmuster auf humorvolle Weise zu unterbrechen.

Bandler und Grinder wollten übrigens Frank Farrelly zu ihrem nächsten Modeling-Projekt machen, hatten sich schon einige Male mit ihm getroffen und viele Stunden Videomaterial gesammelt, als sie ihre Zusammenarbeit beendeten und damit auch leider dieses Projekt.

Klaus Grochowiak beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Arbeit von Frank und hat auch einige Ausbildungen bei ihm besucht. Er stellt an diesem Wochenende erstmalig seine Modeling-Ergebnisse vor. Damit macht er die komplexen Kommunikationsmuster von Frank lehr- und lernbar.

Inhalte

  • Kreative Nutzung von Übergeneralisierungen
  • Wie nutzt man das Brechen von Tabus, um Schock und Verwirrung zu induzieren, damit Denk- und Fühlblockaden aufgelöst werden können?
  • Auflösung der eigenen Hemmungen, Tabus hemmungslos ansprechen zu können
  • Verschiedene Übungen, um in einen kreativen und humorvollen Zustand zu kommen, als Voraussetzung, um überhaupt Provokative Therapie machen zu können
  • Nutzung kreativer, provokativer und schockierender Ein-Satz-Reframes
  • Nutzung von verschiedensten Verwirrungstechniken, um den Klienten aus seiner stabilisierten Problem-Trance zu holen
  • Wie entwickelt man paradoxe Interventionen und wann wendet man sie wie an?
  • Der Therapeut als Polarity-Responder
  • Wie beschimpft man wirkungsvoll das Leben, die Männer, die Frauen, Gott und natürlich den Klienten selbst?
  • Wie verschreibt man wirkungsvoll das Symptom?
  • Wie geht man mit Widerstand und Distanz des Klienten provokativ um?
  • Die Unmöglichkeit der Lösung des Problems durch unsinnige Argumente bestätigen

Dieses Seminar ist für alle geeignet, die eine neue Dimension in ihrem Kommunikationsverhalten entwickeln wollen und Freude daran haben, alte Grenzen, die uns sagen, was man machen darf und was nicht, zu überschreiten.

Diese Anstandsregeln schränken die Wahlfreiheit des Coaches, Therapeuten und des schlagfertigen Kommunikators unnötig ein und verhindern so mögliche Veränderungen.

Es erwarten euch drei Tage voller Humor, Lachen über sich selbst und Lachen über den Unsinn, den wir mit uns selbst anstellen.

Auf YouTube findet ihr unter dem Stichwort „Frank Farrelly” viele interessante Videos, die euch einen ersten Eindruck von seiner Arbeitsweise geben. Auch die Videos von Nick Kemp sind empfehlenswert. Es ist dringend zu empfehlen, sich einige Beispiele seiner Arbeit vor dem Seminar anzusehen. Besonders empfehlenswert sind die DVDs „Einführung in die Provokative Therapie”.

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