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Die Russellsche Antinomie Gegeben ist die Menge der logisch definierbaren Klassen. Diese wird dichotomisch in solche geteilt, die sich selbst als Element enthalten und solche, die sich nicht selbst als Element enthalten. Die erste Klasse wollen wir CR bezeichnen, da sie selbstreferentiell, also reflexiv ist. Die zweite CI, da sie irreflexiv ist. Ist CI ein Element von CR, dann müßte CI sich selbst enthalten, da CR ja nur selbstreferentielle Klassen enthält. Dies ist ein Widerspruch zur Voraussetzung, daß CI nur irreflexive Klassen enthält. Gehört CI aber nicht zu CR, so muß es nach Voraussetzung zu CI gehören. CI enthält sich dann selbst, was wiederum im Widerspruch zur Voraussetzung steht. Formal können wir diesen Gedanken so darstellen: (1) CI (2) CI Bei dichotomer Aufteilung von CI und CR folgt aus (1) und (2) (3) CI Wir setzen jetzt in (1) und (2) die rechte Seite der Äquivalenz ein. (4) N(CI (5) CI Durch Einsetzung in (4) und (5) erhalten wir (6) Np (7) p Aus (6) folgt daß Np falsch sein muß und aus (7) folgt das p falsch sein muß. Nach der klassischen Negationstheorie ist das unmöglich. (N:= Negation) |
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