Chiron – Die unheilbare Wunde in jedem von uns
mit Evan Bortnick und Klaus Grochowiak
In unseren bisherigen Astro-Seminaren Parts-Party der Archetypen hat sich immer wieder gezeigt, dass die Lösung für viele Probleme erst in dem Maße möglich wurde, in dem wir uns mit dem Zusammenhang dieses Problems mit der individuellen Chironproblematik beschäftigt haben.
Chiron ist seit der griechischen Mythologie als der verwundete Heiler bekannt, der alle Wunden bei anderen heilen kann, nur nicht sich seine eigene. Dort wo Chiron in unserem Horoskop steht, gibt er uns Auskunft darüber, wo genau und wie genau diese Wunde bei uns zu verstehen ist. Diese Wunde ist keine individuelle, sondern sie verbindet uns mit dem Ungeheilten unseres Familiensystems, unserer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit u. Ä., aber auch mit dem Ungeheilten aus unseren früheren Leben.
Wegen seiner Empfindlichkeit, aber auch wegen seiner Heilungskraft enthält der Chiron-Archetyp erfahrungsgemäß die meiste Lösungsenergie. Diese Energie hat uns gezeigt, dass Chiron mit einer verblüffenden Regelmäßigkeit die Trumpfkarte in unseren Seminaren „Parts-Party der Archetypen” gewesen ist. Von daher, und wegen der überaus positiven Rückmeldungen der bisherigen Teilnehmer, haben wir uns entschieden, ein Seminar exklusiv zu diesem Thema anzubieten.
Dadurch, dass wir an einem Aufstellwochende oft in der Chiron-Position eines anderen stehen entwickelt sich ein vertieftes Verständnis und vielfältigere Umgangsweise mit dieser Thematik.
Natürlich haben wir dieses Vorhaben erstmal an uns selbst getestet. Die Auswirkungen waren so kraftvoll und intensiv, dass wir auch Wochen danach immer noch die heilenden und transformierenden Wirkungen spüren. Mehr noch: Menschen, die uns gut kennen, haben uns von sich aus angesprochen, weil sie eine grundsätzliche Veränderung unseres In-der-Welt-Seins wahrnahmen.
Wir werden uns für jeden Teilnehmer die Position von Chiron in seinem/ihrem Geburtshoroskop ansehen, um dann mit der Aufstellungsarbeit an den Themen zu arbeiten, die hochkommen.
Ziel der Arbeit ist es
1. Das Thema als solches und den damit zusammenhängenden Schmerz ganz im Bewusstsein anzuerkennen.
2. Eine Integration dieser Thematik in uns zu erreichen. Sie soll es ermöglichen, nach dem Motto „anerkennen was ist”, diese seelische Realität und unser „In-den-Dienst-genommen-Sein” von etwas, was über unsere individuelle Existenz weit hinausgeht, zu ermöglichen.
Ziel dieser Arbeit ist nicht, diese Wunde zu heilen, dies ist prinzipiell nicht möglich, sondern wir lernen, dieser Wunde in unserer Psyche auf immer höheren Oktaven mit wachsender Souveränität zu begegnen. Das bedeutet nicht eine Verminderung des Schmerzes, sondern es ermöglicht uns, den Schmerz als Weg zu Wachstum und persönlicher Reife zu nutzen, anstatt in ihm zu versinken, daran zu verzweifeln oder zu verbittern. Es geht auch nicht darum, eine Schmerzunempfindlichkeit zu entwickeln, sondern einen immer angstfreieren Umgang mit diesem Themenkomplex zu erlauben.
Gerade die Intensität dieser Wunde kann auch zu einer Vertiefung des Lebensgrundgefühls führen, das die ganze Spannweite menschlicher Existenz einschließt.
Obwohl wir natürlich nicht voraussagen können, wie diese Begegnung für jeden Einzelnen aussehen wird, können wir doch aus Erfahrung sagen, dass es sich lohnt, dieser Begegnung mit einer gewissen Vorfreude entgegenzusehen, da der Lohn eine neue Erfahrung von intensiver Lebendigkeit sein kann.